Gehirnwäsche (Brainwash)

Gleich­stel­lungs­para­doxon (Harald Eia)

Harald Eia

Der nor­we­gi­sche So­zio­lo­ge und Ko­mi­ker (!) Ha­rald Eia ging in ei­ner Sen­de­rei­he des nor­we­gi­schen Fern­se­hens der Fra­ge auf den Grund, ob ge­schlechts­spe­zi­fi­sche Ver­hal­tens­mu­ster aus­schließ­lich an­er­zo­gen oder mög­li­cher­wei­se auch an­ge­bo­ren sind ('Na­ture vs. Nur­ture').

An­ge­sichts des Pa­ra­do­xon, dass nor­we­gi­sche Frau­en trotz Frau­en­quo­te und ei­nes Gen­der­pla­nes für ge­schlechts­neu­tra­le Er­zie­hung häu­fi­ger frau­en­ty­pi­sche Be­ru­fe wäh­len als Frau­en in Län­dern mit we­ni­ger Frau­en­för­de­rung, stell­te er Theo­rien ein­hei­mi­scher Gen­der­for­scher, die sich auf das Gen­der Main­strea­ming Kon­zept be­ru­fen, den For­schungs­er­geb­nis­sen in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ter Wis­sen­schaft­ler ge­gen­über. Das Vor­ge­hen der nor­we­gi­schen Gen­der­for­scher, die Mög­lich­keit bio­lo­gisch de­ter­mi­nier­ter Ver­hal­tens­mu­ster a prio­ri au­ßer Be­tracht zu las­sen, lös­te bei den Ex­per­ten aus un­ter­schied­li­chen Län­dern Ver­ständ­nis­lo­sig­keit aus bis hin zu Fas­sungs­lo­sig­keit.

In Nor­we­gen er­reg­ten die Bei­trä­ge von Eia gro­ßes Auf­se­hen und sorg­ten für hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen. Es wird kol­por­tiert, dass sich schließ­lich der Nor­di­sche Mi­ni­ster­rat ver­an­lasst sah, das von ihm selbst im Jah­re 1995 ins Le­ben ge­ru­fe­ne Nor­di­sche Gen­der-In­sti­tut in Os­lo zu schlie­ßen.
 

Link:
Gehirnwäsche [Zeit, 1969(!!!)]
 

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neuland
2015-11-01, 23:47:30
So kompliziert find ich es eigentlich gar nicht:
Was die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau anbelangt, gibt es neben den biologischen Grundlagen in Gestalt von Genen und Hormonen etc. natürlich auch noch die individuellen veranlagungsbedingten und lebensgeschichtlichen sowie die kulturellen, gesellschaftlichen, religiösen und umweltbedingten Komponenten. Und wer weiß, welche noch ...
Dass nun aber ausgerechnet ein staatliches, politisch motiviertes, von einschlägigen Eliten und Lobbyist(inn)en designtes Rollenkonzept, welches neben den natürlichen auch sämtliche weiteren o.g. Komponenten weitgehend außer Acht lässt, der Weisheit letzter Schluss sein soll, wage ich mit Verlaub zu bezweifeln. Und dass es Männlein wie Weiblein gleichermaßen mit in Geheimdiensten üblichen Methoden top-down übergestülpt werden soll, macht es mir auch nicht gerade sympathischer.
Geschlechterrollen sind Privatsache und werden gesellschaftlich ausgehandelt. Die in den staatlichen Gender Labors extrahierten Zielvorgaben erinnern mich da schon eher an meine Versuche, meinen Katzen das Apportieren der Morgenzeitung beizubringen.

cb
2015-11-01, 01:44:24
Habe den Beitrag geschaut, danke ;) Ein interessantes Hin und Her, das ein weiteres Mal zu keinem eindeutigen Ergebnis führt. Wie war doch die eigentliche Fragestellung bezüglich der geschlechtlichen Unterschiede bzw. was wären Schlußfolgerungen aus 'eindeutigen' Antworten? Die Berufswahlen von Mädchen und Jungen sind (eindeutig) biologisch determiniert etwa? Sollte zu beruflichen Entscheidungsfindungen dann nicht sinniger Weise der Testesteronspiegel herangezogen werden? Oder schon frühzeitig gemessen werden, damit die Pädagogik an der angeborenen Prägung ansetzen und diese verstärken kann, etwa nach dem Motto: Du bist ein Mädchen, werde also das, was Mädchen normalerweise werden! Oder, Du als Junge solltest Dir überlegen, Erzieher werden zu wollen, Dein Testersteronspiegel ist dafür nicht niedrig genug? Da die Medizin beim Gott ins Handwerk pfuschen ja schon den totalen Durchmarsch geschafft hat, sind Eingriffe in das Verhalten in jede Richtung machbar - why not? Nur einige Schlussfolgerungen: Die Diskussion muss erbittert fortgeführt werden. Geschlechterspezifisches Verhalten, Neigungen und Interessen bedürfen der exakten Definition, sonst kommen wir da nicht weiter. Festzulegen ist, wie mit den Norm-Abweichler_*Iinnen hinsichtlich Testesteron und Verhalten verfahren werden soll. Ihre Zahl muss zunächst exakt bestimmt werden. Zum Gesetz erhobener Geschlechterzwang oder völlige Selbstbestimmung bei der sexuellen Identität - was braucht die Welt? Last but not least: Brauchen wir überhaupt die Antworten und wenn ja, wozu?

Gassenreh
2015-04-10, 19:50:16
Gender Mainstreaming ist auch ungesund für Frauen, Mütter und Kinder.
[siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie" (http://www.amazon.de/Vergewaltigung-menschlichen-Identität-Irrtümer-Gender-Ideologie/dp/3) und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“ (http://www.amazon.de/trifft-Frauen-Kinder-zuerst-Genderismus/dp/394581801X)

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