Nähe und Distanz

Fremdenfurcht und Neugier im Kontext von Einwanderung

2016-04-24

In die­sen Ta­gen ist aus ge­ge­be­nem An­lass die 'Frem­den­furcht', zu­mal die Fra­ge, ob sie an­ge­bo­ren, al­so in den Ge­nen ver­an­kert ist oder nicht, ein hef­tig und kon­tro­vers dis­ku­tier­tes The­ma. Eben­so sind die Stei­ge­run­gen und Per­ver­sio­nen die­ses In­stink­tes wie Frem­den­angst, Frem­den­feind­lich­keit, Frem­den­hass und Ras­sis­mus ein ganz hei­ßes Ei­sen - und doch in al­ler Mun­de. Cha­peau! ;)

2016-04-19, Entwurf

Die­ser Auf­satz zu Neu­gier & Frem­den­furcht ist ein Ent­wurf, wird al­so u.U. über­ar­bei­tet und kor­ri­giert, nach­ju­stiert. Das braucht wo­mög­lich noch ei­ni­ge Zeit. Ich stel­le ihn den­noch hier schon mal vor, um an­ge­sichts der ak­tu­el­len Dis­kus­sio­nen ein paar m.E. we­sent­li­che As­pek­te, die bis­lang we­nig Beach­tung fin­den, ins Be­wusst­sein zu rü­cken.

Zu ge­ge­be­ner Zeit wer­de ich die­se Ent­wurfs­ver­sion durch die über­ar­bei­te­te Ver­sion er­set­zen und die­se Ver­sion ver­schie­ben.

fremd

Oft wird ja ver­ges­sen, dass 'Neu­gier', also das Selbst­ver­trau­en, der Mut, auf Frem­des zu­zu­ge­hen, und 'Frem­den­furcht', also die Vor­sicht, das auf In­stinkt, Ver­nunft und Er­fah­runge ge­grün­de­te Miss­trau­en, Un­ver­trau­tem ge­gen­über zu­nächst ei­nen ge­wis­sen Ab­stand zu wah­ren, zu­sam­men ge­hö­ren, ei­ne Ein­heit bil­den. Das Ge­samt­pa­ket könn­te man als 'Di­stanz- In­stinkt' be­zeich­nen.
 

Trieb-, Instinkt­konzept der Etho­lo­gie

Be­vor wir zur Frem­den­furcht kom­men, zu­nächst ein­mal ein Blick auf die Trieb- oder In­stinkt­kon­zep­te, wie sie in der Etho­lo­gie und üb­ri­gens auch in der Psy­cho­ana­ly­se üb­li­cher­wei­se kon­stru­iert sind und ver­wen­det wer­den: Die­se Kon­zep­te ar­bei­ten in der Re­gel mit der Dua­li­tät an­ta­go­ni­sti­scher wie kom­ple­men­tä­rer Ge­gen­spie­ler­paa­re, die ei­na­nder zu­gleich er­gän­zen wie ent­ge­gen­wir­ken und da­mit be­gren­zen. Ver­gleic­hbar zum Sexual­trieb, dem ein Todes­trieb ge­gen­über ge­stellt wird oder der - in moder­neren Theo­rien - zwar von Be­ginn an in sei­ner Ein­heit dar­ge­stellt, je­doch zu For­schungs- und Ana­lyse­zwe­cken in sei­ne ag­gres­si­ven und re­zep­ti­ven (em­pfan­gen­den), ge­ben­den und neh­men­den, ego­is­ti­schen und al­tru­is­ti­schen oder ganz wert­frei ak­tiven und pas­si­ven Kom­po­nenten zer­legt wird, kennt die Etho­lo­gie auch ei­nen Anta­go­ni­sten zur Frem­den­furcht, näm­lich die Neu­gier, die im Ap­pe­tenz­ver­hal­ten, ei­ner Art un­ge­rich­te­tem Su­chen und Her­an­ta­sten an Un­be­kann­tes, zum Aus­druck kommt.

Frem­den­furcht und Neu­gier stel­len al­so in Wirk­li­chkeit ei­ne Ein­heit dar, qua­si ei­nen ein­zi­gen In­stinkt. Nur wenn man das Ge­samt­pa­ket be­trach­tet, das Zu­sam­men­wir­ken bei­der kom­ple­men­tä­rer wie an­ta­go­ni­sti­scher Kom­po­nen­ten, der Neu­gier und der Frem­den­furcht, er­hält man das voll­stän­dige Bild, und nur wenn die Ein­zel­an­trie­be sich in ei­ner der je­wei­li­gen Si­tua­tion an­ge­pass­ten, aus­ge­wo­ge­nen Ba­lan­ce zu­ein­an­der be­fin­den, funk­tio­niert das Zu­sam­men­spiel. Die­ses ist letzt­lich für die Di­stanz zu­stän­dig, die man zu ei­nem Gegen­über ein­hält, ob man ein­an­der um den Hals fällt oder an die Keh­le geht, an­greift oder flüch­tet, sich an­nä­hert oder zurück­zieht und in wel­cher Do­sie­rung man dies tut. Man könn­te die­sem Ge­samt­pa­ket da­her et­wa den Na­men 'Di­stanz­in­stinkt' ge­ben. Das Wis­sen um das not­wen­di­ge Zu­sam­men­wir­ken der Kom­ple­men­tä­re Neu­gier und Frem­den­furcht soll­te man bei den fol­gen­den Aus­füh­run­gen un­be­dingt im Hin­ter­kopf be­hal­ten.

Natür­lich kommt es auch zu Per­ver­sionen im Neugier- Fremden­furcht- Kontext. Dem im Prinzip äußerst nützlichen und sinn­vollen Instinkt­paar von Neugier und Fremden­furcht ergeht es da nicht anders als dem Sexual­trieb, der in seinen extre­meren Formen auch eine Menge mit Perver­sionen zu tun hat - Sadis­mus und Ver­ge­wal­ti­gung auf der einen und Ma­so­chis­mus und Ge­fühl­lo­sig­keit auf der anderen Seite. Der Geschlechts­trieb hat jedoch nach­weisbar und an­er­kann­ter­ma­ßen so viel pro­duk­ti­ves, nütz­li­ches und bis­wei­len so­gar höchst Er­freu­li­ches zu bie­ten, im gün­stig­sten Fal­le für alle Be­tei­lig­ten, dass nur ei­ni­ge we­nige ihn gänz­lich ab­schaf­fen wol­len. Ganz im Ge­gen­satz zur Fremden­furcht. Da gibt es viele, die sie aus­schließ­lich für nutz­los und ge­fähr­lich hal­ten und da­her eli­mi­nie­ren wol­len, weil sie nicht er­ken­nen, dass Fremden­furcht nur die Kehr­seite der Neu­gier ist. Ohne Fremden­furcht wird uns unsere Neu­gier je­doch rasch zu­grun­de rich­ten, wie einige Indi­vi­duen es schon am eige­nen Leibe er­lebt haben und wie es un­se­rer Ge­sell­schaft ins­ge­samt die­ser Tage droht. Im fol­gen­den Ab­schnitt wer­den wir dies et­was ge­nau­er be­trach­ten.
 

Der Kardinalfehler der Kritiker

Der Kardinal­fehler, der bei der Beur­tei­lung des Komplexes der 'an­ge­bo­re­nen Frem­den­furcht' von Kritikern der Thesen der Human­ethologie bzw. Ver­glei­chenden Ver­hal­tens­for­schung häufig begangen wird, oft genug wohl durchaus bös­willig und aus gewissen Inter­essen heraus, besteht zunächst einmal also in der Miss­achtung dieses Trieb­kon­zeptes. Das führt dann dazu, dass Fremden­furcht von ihrem Komple­mentär, der Neugier, mut­willig ab­ge­spal­ten und isoliert wird und dann im zweiten Schritt als lediglich an­so­zia­li­siert erklärt (im Gegen­satz zur Neugier!!!) und damit zur Dispo­sition gestellt, im dritten Schritt vor­nehm­lich auf Äußer­lich­keiten bezogen oder gar reduziert und im vierten Schritt schließ­lich zur bloßen Vorstufe oder gar Ursache von Ras­sis­mus und Na­tio­na­lis­mus degradiert wird. Ganz inter­essant in diesem Zusam­men­hang könnte der Umstand sein, dass es auf Wiki­pedia nicht einmal einen eigenen Eintrag zum Begriff 'Fremden­furcht' gibt. Man wird sogleich zum Begriff 'Frem­den­feind­lich­keit' wei­ter­ge­lei­tet. Es mag durch­aus auch einige schlampige, ungenaue, frag­wür­dige oder schlicht falsche Äußerungen von Ethologen geben, die in diese Rich­tung inter­pretiert werden können.

In der Tat kann isolierte und sodann ir­ra­tional gestei­gerte, also per­ver­tier­te Fremden­furcht, zu Fremden­angst und später über  Frem­den­feind­lich­keit, Frem­den­hass zu Ras­sis­mus und Na­tio­na­lis­mus führen. Der Grund hierfür ist aber nicht die Fremden­furcht als solche, sondern das mangel­hafte oder gänzlich fehlende Korrektiv ihres Kom­ple­men­tärs, der Neugier, zumindest aber ein aus der Balance geratenes Verhältnis von Neugier und Fremden­furcht. Das kann indi­vi­du­elle Ursachen haben - etwa der grund­legende Mangel an Ur­ver­trauen - oder gesell­schaft­liche wie der Zerfall von Kultur und Sitten, Res­sour­cen­kon­flik­te oder Krieg und Bür­ger­krieg. Oder beides. Ohnehin führt das eine u. U. zum anderen.

Neugier und Fremden­furcht arbeiten dann nicht mehr richtig und Extrem­falle gar nicht mehr zusammen, sondern agieren isoliert von­ein­ander. Da in so einem Falle der eine Instinkt nicht mehr vom anderen gezügelt wird, wuchert ein jeder dieser Antriebe wie eine Krebs­zelle vor sich hin, 'entartet' oftmals regel­recht zu über­dimen­sio­nier­ter Größe. Es ist ja kein Zufall, dass die Per­ver­sionen ungezü­gelter Neugier und irra­tio­nalen, über­trie­benen (Selbst- oder Fremden-) Ver­trau­ens, die es ja eben­falls gibt und die über Kühnheit, Toll­kühn­heit (-> über­schwäng­li­che Will­kommens­kultur... ;) schließlich zu Nar­zissmus und Größen­wahn führen, oft Hand in Hand mit (Selbst-) Hass und Ras­sis­mus gehen. Der Hass und die Menschen­ver­achtung von rechten Rassisten findet seine Entsprechung im Hass und der Menschen­ver­ach­tung der Anti­deut­schen und extre­mer Vertreter in Politik oder AntiFa. Stets steht dabei die grenzenlose Auf­werung des einen der grenzen­losen Abwertung des anderen gegen­über. Ein gutes Beispiel für ein außer Kontrolle geratenes, von­ein­ander iso­lier­tes Frem­den­furcht- Neu­gier- In­stinkt­paar ist Adolf Hitler. Der kri­tik­losen, ent­grenz­ten Ver­eh­rung allen Arisch- Ger­ma­ni­schen stand die grenzenlose Ver­ach­tung des Semi­tisch- Jüdi­schen ge­gen­über. In seinem politi­schen Tun war er ebenso ras­sis­tisch wie größen­wahn­sinnig (-> Juden­ver­nich­tung, Russ­land­feld­zug etc.). Man könnte aber wohl auch noch einige andere Per­sön­lich­kei­ten hier anführen, histo­rische wie zeit­ge­nös­si­sche...
 

Vertrautes und Un­ver­trau­tes

Äußer­lichkeiten spielen also bei der an­ge­bo­re­nen Frem­den­furcht eine Rolle oder auch nicht - darüber kann man treff­lich streiten. Sowohl unter Ethologen als auch inter­dis­zi­pli­när. Ganz gewiss jedoch spielen Äußer­lich­kei­ten bei der sozial model­lier­ten und mode­rier­ten Fremden­furcht und natürlich Frem­den­hass etc. eine erheb­liche Rolle.

Ur­sprüng­lich und im Kern ha­ben Neu­gier und Frem­den­furcht je­doch mit dem Ver­trau­ten bzw. Frem­den an sich und schlecht­hin zu tun so­wie dem Stre­ben da­nach, die je­weils ange­mes­se­ne Di­stanz zu Be­kann­tem und Unbe­kann­tem, Ge­wohn­tem und Un­ge­wohn­tem, Ver­trau­tem und Un­ver­trau­tem her­zu­stel­len. Mit et­was ver­traut sein oder nicht, ver­traut wer­den oder nicht, da­rum geht es.

Erst aus einem sicheren und ver­trau­ten Umfeld heraus, welches einem von den ersten Bezugs­personen des Lebens bereit­ge­stellt wird oder nicht, Ur­ver­trauen konstituiert oder keines, kann sich der Mut entwickeln, sich dem Unvertrauten an­ge­mes­sen zu nähern, also mit Mut eben­so wie mit der ge­bo­te­nen Vor­sicht. Dieses erfordert Zeit, die man ge­mein­sam verbringt und Erfah­rungen, die man mit­ein­ander macht und im günstigen Falle miteinander teilt. Erfahrungen fallen erfahrungs­gemäß so oder so aus (;) und je nach dem wird man weiter aufeinander zugehen oder sich eher von­ein­ander abwenden. Spätestens während­dessen gewöhnt man sich so oder so an Äußerlichkeiten, besetzt sie positiv oder negativ. Etliche farbige Kinder wachsen in weißen Familien mit weißen Adoptiv­eltern und -geschwi­stern auf und werden in einem gün­stigen Umfeld zu einem selbst­ver­ständ­li­chen Teil der Familie. Ins­be­son­de­re wenn sie schon sehr früh auf­ge­nom­men wurden. Auch umge­kehr­te Fälle, hell­häu­ti­ge Kinder bei farbigen Familien, sind bekannt, etwa aus der In­dia­ner­li­te­ra­tur.

Das Vertraute und Halb­ver­traute kann man aufgrund gemach­ter Erfah­rungen einschätzen. Sind es gute Erfahrungen, die man gemacht hat,  vermittelt das ein relatives Gefühl von Sicherheit, aus dem heraus sich Neugier und Interesse weiter entwickeln. Das Unver­traute hingegen kann man nicht ein­schät­zen und daher begegnet man ihm zunächst mit natürlicher Zurück­haltung und Vorsicht, bis man damit begonnen hat, es sich vertraut zu machen.

Die­se Fähig­keit zur Un­ter­schei­dung zwi­schen Ver­trau­tem und Un­ver­trau­tem und der In­stinkt, da­mit ent­spre­chend dif­fe­ren­ziert, an­ge­passt und vor al­lem au­to­nom um­zu­ge­hen, im rech­ten Mo­ment Nä­he zu su­chen oder Ab­stand zu hal­ten, die Di­stanz al­so zu ver­grö­ßern oder zu ver­klei­nern, ist über­le­bens­wich­tig und wird dem Men­schen da­her schon von der Na­tur als Ba­sis­aus­rü­stung mit in die Wie­ge ge­legt, das ist die ei­gent­li­che Kern­aus­sa­ge der Etho­lo­gen. Oder soll­te sie je­den­falls nach mei­nem Ver­ständ­nis sein ... ;)
 

Aus dem Schoß der Fa­mi­lie hinaus in die weite Welt

Im erwei­terten sozialen Bezugs­rahmen wirken sich Neugier und Fremden­furcht der­gestalt aus, dass sie einen Unter­schied machen zwischen all denen, die im engeren oder weiteren Sinne in die konkrete, persön­liche, verant­wort­li­che oder zuständig sich küm­mernde Gemein­schaft ein­ge­bun­den sind - und damit im Zweifel auch zur Rechen­schaft gezogen werden können - und den­je­ni­gen, die nicht oder noch nicht dazu gehören. Das ist wie bei einem Badesee: Kenne ich ihn gut, springe ich mit Anlauf hinein, kenne ich ihn nicht, dann nähere ich mich ihm mit Vorsicht. Habe ich ihn dann kennen­gelernt, so dif­fe­ren­ziert sich ent­spre­chend auch mein Ver­hal­ten aus.

Ist es nicht ver­ständ­lich, umso mehr, wenn es um das eigene Kind, die eigene Frau oder nahe An­ge­hö­ri­ge geht, dass man die­je­ni­gen gerne ein wenig kennen und ein­schät­zen können möchte, in deren Obhut man das Liebste und Wert­voll­ste gibt, was man hat? Und ist es nicht nahe­liegend, dass die Natur dies von vorne­herein einplant? Und überhaupt: Warum wohl besteht zum eigenen Kind ein ganz besonderes, viel inni­geres Verhältnis als zu allen anderen Kindern dieser Welt, ob es einem nun gefällt oder nicht? Ich halte es jeden­falls für naheliegend, dass zumindest die Grund­lagen für dieses besonders enge Verhältnis und andere Instinkte von der Natur angelegt sind. Und etliche Beob­ach­tun­gen und Versuche an Mensch und Tier bestä­tigen dies.
 

Insti­tu­tio­nen und das Band der Kultur in ano­ny­men Mas­sen­ge­sell­schaf­ten

Bei Tier­gesell­schaften können spezi­fische Gerüche, Töne oder eine Kulisse von Geräu­schen Vertrautheit & Zu­ge­hö­rig­keit signa­li­sie­ren. Beim Menschen - und übrigens auch bei Tieren, die in großen und unper­sön­li­chen Verbünden leben wie etwa einige Fisch- und Vogelarten in Schwär­men oder Huftiere in Herden - muss Weiteres hinzu kommen, um in einer weitgehend anonymen Gesellschaft, in Herden und Schwärmen, die sich - das sollte man nicht vergessen - jedenfalls im Falle des Menschen ursprünglich aus sehr intim mit­einander ver­keh­ren­den Familien und Horden (nicht Herden) heraus­ge­bildet haben, den Mangel an persön­licher Ver­traut­heit zu kompen­sieren.

In modernen mensch­lichen Massen­gesell­schaften spielen daher ganz folge­richtig parallel zu den Hierarchien und Macht­struk­turen Kultur sowie darin sinn- und ge­mein­schafts­stif­ten­de Insti­tu­tio­nen wie Sitten, Bräuche, Kulte, Religionen, Symbole etc. eine bedeut­same Rolle, um Gemein­schaft und das Gefühl von Zusam­men- und Zu­ge­hörig­keit zu konsti­tuieren. Nur so kann ein den Ge­geben­heiten ange­passter, auto­mati­sierter, 'blinder' Vorschuss an Vertrauen auf un­kompli­zierte Weise zugestanden werden. Dem persön­lich Fremden mit kultu­rellem 'Stall­geruch', über den man per Analogie­schluss zumindest ein wenig zu wissen glaubt, wird tendenziell a priori eher vertraut werden als dem Fremden ohne 'Stallgeruch', über den man gar nichts weiß und den man daher überhaupt nicht ein­zu­schätzen vermag. Lernt man einander besser kennen, indi­vi­dua­li­siert sich auto­ma­tisch die Be­zie­hung und man kommt zu dif­fe­ren­zier­te­ren Be­ur­tei­lun­gen.
 

Fremden­furcht und Ein­wan­de­rung

Stufenleiter des Vertrauens

Das Vertrauen in die familiäre oder später die kulturelle Gemein­schaft kann funk­tio­nieren und funktioniert auch häufig - manchmal aber geht es auch schief. Das Böse lauert bekanntlich immer und überall...;). Die Frage ist nun: Klappt es mit Kultur­fremden ebenso gut, besser oder weniger gut? Und warum bzw. warum nicht?

Vermutlich hängt das von vielen Faktoren ab. Zunächst einmal natürlich von ganz natürlichen ;): Handelt es sich um ein Mitglied der Familie? Vieles in der Geschichte und zeitloser menschlicher Erfahrung deutet darauf hin, dass das eine erhebliche Rolle spielt. Stichwort Mutterliebe. Und es macht Sinn: Nähe und Vertrautheit, aber auch Ein­stel­lungen, gegen­sei­tige Erwar­tungen, Verant­wortung und Ver­pflich­tungen und damit nicht zuletzt Chancen auf ver­läß­liche Zusam­men­arbeit sind hier am stärksten aus­ge­prägt, jeden­falls in intakten Familien.

Weiterhin hängt es von indi­vi­du­el­len Faktoren ab: Man kann zu­nächst einmal davon ausgehen, dass ein 'guter' Mensch, also ein sozial ver­träg­li­cher Mensch, ein 'guter Mensch' bleibt, egal welcher Kultur er entstammt, soweit diese Kultur intakt ist und solange die äußeren Umstände es zulassen. Denn auch die ver­schie­denen mensch­li­chen Kulturen weisen natürlich eine Fülle an Gemein­sam­keiten auf, da sie alle sich an den bio­lo­gi­schen Grund­mustern der Menschen orientieren müssen, um sich überhaupt als Kultur entwickeln und behaupten zu können. Die großen Konflikte zwischen Kulturen entstehen ja nicht einfach so aus Jux und Dollerei, sondern in der Regel vor­nehm­lich bei tat­säch­licher oder ange­nom­mener Res­sour­cen­knapp­heit, die zu Stö­run­gen in bis hin zum Zusammen­bruch von Kulturen führen. Die Konflikte zwischen Milieus hingegen entstehen zum einen aufgrund von Rivali­täten etwa aufgrund un­ge­rech­ter oder ungerecht empfundener Res­sourcen­ver­tei­lung und zum anderen bei kultureller Erosion.

Betrachtet sich der Mensch, in dessen Ver­fügungs­bereich ich mein Kind, meine Frau gebe, überhaupt als Teil der Gemein­schaft und ist er wirklich einer? Begegnet er mir, meiner Frau, meinem Kind mit Respekt, sieht er uns als Menschen, denen gegen­über bzw. für die er soziale Verant­wortung trägt, gesell­schaft­li­che Ver­pflich­tun­gen zu er­fül­len hat und will und denen er im Zweifel rechen­schafts­pflich­tig ist?

So hängt es schließlich doch auch von gesell­schaft­lich- kultu­rellen Faktoren ab: Wie sehr sind Sitten, Bräuche und Gewohn­heiten der Kulturen überhaupt miteinander kompatibel? Das hängt wiederum von geo­graphi­schen, klima­tischen, also umwelt- und um­ge­bungs­be­ding­ten Faktoren und sodann von histo­ri­schen Faktoren ab, auf denen die jeweiligen Kulturen gründen. Die orien­talisch- arabische Kultur etwa ist vom Gegensatz des fruchtbaren Zwei­strom­lan­des auf der einen und kargen Wüsten­regionen auf der anderen Seite geprägt, die ihrerseits zu sehr unter­schied­lichen Aus­prä­gungen, Sub­kul­tu­ren bis hin zu Kultur­brüchen führt, die medi­terrane vom Mittel­meer und seinem milden Klima, die nordische von der Kälte und die nord­deutsche vom Nebel­wald. Ein jeder mag dies für sich weiter aus­füh­ren.
 

Kon­kur­renz als Auslöser von Frem­den­angst, Frem­den­hass, Ras­sis­mus

Eine die indi­vi­du­elle wie gesell­schaft­liche Ebene über­grei­fende und damit zumindest teilweise kultu­relle Frage­stel­lung ist schließlich die nach den gemeinsamen oder unterschiedlichen Interessen sowie natürlich nach den Res­sour­cen. Findet ein faires und aus­ge­wo­ge­nes Geben und Nehmen statt? Gibt es über­haupt Interesse an und den Willen zu einem ver­träg­li­chen und aus­ge­wo­ge­nen Mit­ein­ander oder geht es eher darum, sich gegen­über dem anderen Vorteile zu ver­schaf­fen? Und wie steht es um die vor­han­denen Res­sour­cen, sind die gerecht verteilt und überhaupt in ausreichendem Maße verfügbar? Da wird es bei einer Massen­ein­wan­de­rung vor­nehm­lich junger Männer, die das natür­liche zahlenmäßige Geschlech­ter­ver­hältnis von Männern zu Frauen in jungen Jahr­gängen von 105:100 auf 120:100 und örtlich noch weit darüber hinaus und demächst wo­mög­lich noch extremer kippen lässt, mehr als problematisch. Rivali­tät und Konkur­renz um die Res­sour­ce Frau, zuneh­mende Ag­gres­si­vi­tät, Kri­mi­na­li­tät und Gewalt sind vor­pro­gram­miert. Hier zunächst die Ent­ste­hung natur­fremder Un­gleich­ge­wichte zuzu­lassen oder gar her­bei­zu­füh­ren und nicht steuernd ein­zu­grei­fen, um natür­liche Verhält­nisse wieder her­zu­stel­len, stellt in meinen Augen einen schwer wiegenden Anschlag auf den inner­ge­sell­schaft­li­chen Frieden und das Bür­ger­wohl dar. Neben dem Bedürfnis nach Nahrung und Wohnung gehört das Bedürfnis nach Liebe & Se­xua­li­tät zu den ele­men­ta­ren Grund­be­dürf­nis­sen der Menschen. Ebenso ist die kon­zer­tier­te, politisch oder medial in­stru­men­tier­te Mani­pu­lation des 'Distanz- Instinktes' eine schwer­wie­gende Störung der Psycho­hygiene. 'Die An­thro­po­lo­gin Bar­ba­ra Mil­ler hat über­zeu­gend ar­gu­men­tiert, dass ein aus­ge­gli­che­nes Ge­schlech­ter­ver­hält­nis ein "öf­fent­li­ches Gut" ist und des­halb Staats­schutz ver­dient.' (Huffington Post)

Die Konflikte ver­schär­fen sich, wenn in der einen Kultur Frauen und Mädchen als autonome Persön­lich­keiten mit voller Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz betrachtet werden, während sie in der anderen Kultur als weit­gehend und in ent­schei­den­den Fragen unmündiges Besitz­tum gelten, wenn also die Mädchen der einen Kultur gewisser­maßen für alle verfügbar, die der anderen Kultur jedoch zunächst gar nicht und später aus­schließ­lich den 'eigenen' Männern vor­be­hal­ten sind.

Neben Status, Rollen­ver­tei­lung und Rol­len­er­war­tung an die jewei­ligen Ge­schlech­ter in den ver­schie­de­nen Kulturen sind natür­lich auch die beruf­li­chen und sozialen Perspektiven der Ange­höri­gen der jeweiligen Milieus von Bedeutung. Auch hier gilt es gesell­schaftlich, kulturell, historisch und milieu- bedingt etliches zu beachten. Je unaus­ge­wo­ge­ner und un­gleich­ge­wich­tiger die Verhält­nisse dabei sind, desto schwie­riger und konflikt­trächtiger wird es. Ständiger Verzicht der einen zugunsten der anderen führt zu wachsender Anspannung. Gruppen­bezogene Vorteile in einem Bereich dürften dabei in der Regel keines­wegs gruppen­bezogene Nach­teile im anderen Bereich egali­sieren können.
 

Krieg, Bürgerkrieg, Integration

Im Zweifel führen diese von vorne­herein ungünstigen Vor­aus­set­zungen dazu, dass auf­grund fort­dau­ern­der Aus­ein­an­der­set­zun­gen der oben ange­spro­chene natür­liche Gegen­spieler der Fremden­furcht, nämlich die Neugier, sich auf ein Minimum beschränkt. Statt dessen sind gegen­sei­tige Fremden­angst, Fremden­hass bis hin zum Ras­sismus und Ghetto­bildung die Folge, wie wir dies seit Jahren und Jahr­zehn­ten in vielen west­euro­päi­schen Städten und auf der ganzen Welt in Gesell­schaf­ten beobachten können, in denen unter­schied­li­che Kulturen in einem Staats­gebilde zusammen leben. Man behilft sich schließlich damit, dass man sich voneinander separiert. Der kulturelle Austausch kommt zum Erliegen. Umso blutiger fallen dann die Progrome und Bürger­kriege aus, wenn Not, Ehrgeiz oder Intrigen die Menschen gegen­ein­ander auf­wiegeln.

So kann es also durchaus sein, dass der womöglich gut gemeinte Versuch einer Be­frie­dung der kriegs­lü­ster­nen Mensch­heit durch das unaus­gegorene Experiment einer zwangs­weisen, unsymme­tri­schen und die Menschen über­for­dern­den kultu­rellen und ethni­schem Ver­schmel­zung letzlich in Bürger­krieg mündet, während auf der anderen Seite natürlich auch die zwanghaft betriebene Rein­er­hal­tung von Blut und Ethnie zu nationalen Kriegen führt.

Und wie verhält es sich last but noch least mit dem Vertrauen, das man Problem­fällen, etwa unter extremen Bedin­gungen soziali­sierten, ent­wur­zel­ten, oftmals von schlimmen Erleb­nissen und Schicksalen 'traumati­sierten' Menschen entgegen bringen möchte? Heimat­los, kultur­fremd, im Zuge sich auf­lö­sen­der fa­mi­liä­rer und staat­li­cher Strukturen gar nicht oder kaum, archaisch oder gar brachial soziali­siert? Wie verhält es sich mit einem jungen Mann, fremd, einsam, mit geringen sozialen Perspektiven und schlechter Prognose, wie sie sich nun zu Hundert­tau­sen­den im Land befinden? Männer, die vielfach Hass und Gewalt erlebt und die Erfahrung gemacht haben, dass im Zweifel der Stärkere und Rück­sichts­lo­sere gewinnt? Männer voller Sehnsucht und Energie, die immer fru­strier­ter werden, in denen sich all­mäh­lich Wut aufstaut, die sich dann zum Hass verfestigt?
 

Resummee

Ich denke, an all diesen Aus­füh­run­gen wird deutlich, wie wichtig das Zusam­men­spiel von Neugier und Frem­den­furcht ist. Wie immer liegt das Mass der Dinge in der golde­nen Mitte, während die Extreme auf der einen die Pest und auf der anderen Seite die Cholera bereithalten.

All diese Überle­gungen machen in meinem Ver­ständnis schlicht & einfach Sinn, und da ich die Schöp­fung insge­samt als im Prinzip sinnvoll und weise ein­ge­richtet erlebe, viel sinn­voller und weiser jedenfalls, als es nach aller Erfahrung mensch­licher Geist je vermochte, halte ich es schon mal für nahe­liegend, dass die ent­spre­chen­den Poten­tiale hierfür bereits in der Natur vor­be­reitet sind. Beob­ach­tun­gen von tieri­schem Ver­hal­ten, wie sie Konrad Lorenz anstellte, sowie später auch die Er­for­schung von mensch­li­chem Verhalten, die seine Schüler in Angriff nahmen, scheinen dies m.E. zu bestä­tigen, auch wenn man sicher­lich nicht jede dieser Aus­sa­gen ohne Wenn und Aber unter­schrei­ben muss. Denn Fehler sind mensch­lich. Perfekt sind allen­falls die Götter und selbst da mehren sich in letzter Zeit die Zweifel ... ;)
 

Links:
Leschs Kosmos: Die Konfrontation mit dem Fremden
Leschs Kosmos: Die heimliche Invasion
 

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ifl
2016-05-30, 20:48:52
Fremdenfurcht "ist in der Evolution selektiert worden, um die Vermischung zu verhindern. Die Fremdenscheu des Kleinkindes sichert die Bindung an die Mutter. Später hat der Mensch das familiale Ethos zum Kleingruppenethos gemacht. Mit der Entwicklung von Großgruppen erfolgte eine weitere Abgrenzung. Die ist unter anderem an Symbole gebunden, die Gemeinsamkeit ausdrücken sollen. Beim Absingen von Hymnen überläuft viele ein Schauer der Ergriffenheit, was auf die Kontraktion der Haaraufrichter zurückzuführen ist. Es sprechen da kollektive Verteidigungsreaktionen an; wir sträuben einen Pelz, den wir nicht mehr haben."
Der olle Irenäus Eibl-Eibesfeldt

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Für die­jeni­gen, die po­li­tisch nicht auf mei­ner Li­nie sind, hier die Er­klä­rung, wie ich zu mei­ner Po­si­tion ge­langt bin. Ist ei­ne lan­ge Er­klä­rung, also nur für die, die es wirk­lich in­te­res­siert ...

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Donald Trump 45. Prä­si­dent der USA

2017-01-23 [20]

Video der An­tritts­re­de - Trumps An­hän­ger und sei­ne Geg­ner - Wird Deutsch­land der neue Lea­der des ‘mul­ti­la­te­ra­len We­stens’?

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Chronik eines Staats­ver­sa­gens

Hervorgehobener Beitrag

2016-08-06

Nach den Ver­bre­chen und An­schlä­gen von Würz­burg (Axt­mas­sa­ker), Mün­chen (Amok­lauf), Reut­lin­gen (Ma­che­ten­at­tac­ke) und Ans­bach (Na­gel­bom­ben­an­schlag) im Ju­li 2016 mit 11 To­des­op­fern und Dut­zen­den von Ver­letz­ten sind Ter­ror und Ge­walt im Kon­text der Im­mi­gra­tion end­gül­tig im Be­wusst­sein der Bür­ger an­ge­kom­men.

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Nähe und Distanz

Frem­den­furcht, Neu­gier, Ein­wan­de­rung

Hervorgehobener Beitrag

2016-04-24

In die­sen Ta­gen ist aus ge­ge­be­nem An­lass die 'Frem­den­furcht', zu­mal die Fra­ge, ob sie an­ge­bo­ren, al­so in den Ge­nen ver­an­kert ist oder nicht, ein hef­tig und kon­tro­vers dis­ku­tier­tes The­ma. ... Frem­den­furcht und Neu­gier stel­len in Wirk­li­chkeit ei­ne Ein­heit dar, qua­si ei­nen ein­zi­gen In­stinkt, ei­ne Art 'Di­stanz­in­stinkt'.

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Frohe Weihnachten!

2016-12-24

Mit 'Mama Afrika' Mi­riam Ma­ke­ba

Eine Stim­­me aus Ma­­ha­­go­­ni, ein strah­­len­­des Lä­cheln und ein zeit­­lo­­ser Hüft­­schwung vol­­ler Ver­­hei­­ßung ;) Mi­riam Ma­ke­ba auf Wi­ki. Mehr von Mi­riam auf You­Tube

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Shortcuts

"10 Stra­te­gien der Ma­ni­pu­la­tion" re­vi­si­ted

Nach Syl­vain Tim­sit und / oder Noam Chom­sky

2017-04-07 [2013-08-10], Heise

Armuts­be­richt: Mer­kels Ge­lob­tes Land mit Ne­ga­tiv- Re­kord

Armutsquote in Deutsch­land er­reicht neu­en Höchst­stand. Löh­ne der un­te­ren 40 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten real ge­rin­ger als vor 20 Jah­ren.

2017-03-23, SWR
2017-03-23, FAZ

Plante Bun­des­re­gie­rung im Sep­tem­ber 2015 Grenz­schlie­ßung?

Die BuReg war Mit­te Sep 2015 ent­schlos­sen, die Gren­zen zu Öster­reich we­gen des An­sturmes von Mi­gran­ten zu schlie­ßen. Doch dann be­kam die Kanz­le­rin kal­te Fü­ße.

2017-03-23 [11], Zwie

Flücht­lings­kri­se: Mit­ten­drin statt schon vor­bei

Die Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters zi­tiert aus ei­nem Pa­pier der Bun­des­re­gie­rung für ein Tref­fen von EU- Bot­schaf­tern am zwei­ten März- WE 2017 in Brüs­sel: ‘In Deutsch­land kom­men täg­lich 500 ir­re­gu­lä­re Mi­gran­ten an.’

2017-03-23 [11], Schelm

Wie die Tür­ken nach Deutsch­land ka­men

Die erste Ge­ne­ra­tion der Ein­wan­de­rer aus der Tür­kei kam seit 1961 auf­grund ei­nes An­wer­be­ab­kom­mens zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Tür­kei nach West­deut­schland.

2017-03-06, Zwiedenk

Kein Geld für Af­ri­ka

Drit­te Welt zwi­schen Un­mün­dig­keit, Aus­beu­tung und Ent­wick­lungs­hil­fe

2017-03-05, Schelm

Medien und ihre Macht der Ma­ni­pu­la­tion

"Eng ver­knüpft mit dem Be­griff Ma­ni­pu­la­tion ist der Be­griff Macht. Wer ma­chen kann, dass an­de­re et­was ma­chen, der hat Macht. Wer mit Me­dien und Me­dien­schaf­fen­den zu tun hat, der soll­te die Be­son­der­hei­ten jour­na­li­sti­scher Pro­duk­tion und Me­cha­nis­men mög­li­cher Ma­ni­pu­la­tion un­be­dingt ken­nen."

Juni 1997, rhetorik.de

Flirt der Kul­tu­ren

Ko­exi­stenz & Kul­tur­ge­ne­se im Plu­ra­lis­mus

2017-02-16, Schelm

Die große Völ­ker­wan­de­rung

Bassam Tibi, deutsch- sy­ri­scher Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler, zu Fra­gen von Mi­gra­tion und In­te­gra­tion:

"Integration er­folgt im­mer in et­was, das heisst in ein Ge­mein­we­sen mit kul­tu­rel­ler Iden­ti­tät. Wenn Deutsch­land sei­ne Iden­ti­tät ver­leug­net, ist die Fol­ge klar: eine Un­fä­hig­keit zur In­te­gra­tion."

2017-01-15 [10], baz

Der Neue Mensch

Zur trü­ge­ri­schen Vi­sion mensch­li­cher Voll­kom­men­heit - Es­say

2017-01-15, bpb

BAMF: Über 700.000 Asyl­an­trä­ge in 2016

Neu­re­gi­strie­run­gen von Zu­wan­de­rern aus Nicht- EU- Län­dern gab es in 2016 et­wa 300.000.

2017-01-11, Schelm

Merkels Tote

Der Terror- An­schlag von Ber­lin: Was wir dar­aus ler­nen – und man­che un­se­rer Po­li­ti­ker nie.

2016-12-24, BAZ

Keine Trauer­fei­er für die Ter­ror- Op­fer von Ber­lin

Trump über Merkel

Europe’s man problem

"... one crucial di­men­sion of this [mi­gra­tion] cri­sis has gone litt­le - no­ticed: [...] sex ra­tios. [...] As an­thro­po­lo­gist Bar­ba­ra Mil­ler has per­sua­sive­ly ar­gued, a nor­mal sex ra­tio is a 'pub­lic good' and there­fore de­serves state pro­tec­tion. For Swe­den — or any other Euro­pean coun­try — to wind up with the worst young adult sex ra­tios in the world would be a tra­ge­dy for Euro­pean men and wo­men alike."
2017-01-13 [1/11/16], Pol
Europa hat ein Män­ner­pro­blem
[2016-01-15], Huff

Über­gut­mensch

Asyl und hu­­ma­­ni­­tä­­re Hil­­fe für Kriegs­flücht­lin­ge oder Neu­an­sied­lungs­po­li­tik und Be­stands­er­hal­tungs­mi­gra­tion ?

2016-11-03, WM

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