Der 1. Weltkrieg

August 1914 bis November 1918

1. Weltkrieg

2014-12-08

1. WeltkriegIn jenen Tagen im Jahre 1914 über­schlugen sich die Er­eig­nis­se in Europa und auf der gan­zen Welt. Wie auch heute wieder, 100 Jahre danach. Und wie stets und zu allen Zei­ten für die­jeni­gen, die be­trof­fen waren oder sind.

Daher habe ich mich dazu ent­schlossen, auch Un­fer­ti­ges zu ver­öf­fent­li­chen und zu ver­linken. Denn in diesen Tagen (wie zu allen Zeiten) weiß man nie, ob Ge­le­gen­heit sein wird, das Be­gon­ne­ne zu Ende zu bringen.

So erhält das Frag­men­ta­ri­sche die Be­achtung, die ihm zu­kommt.

 

Der Untergang des alten Europa

Doku 1. Weltkrieg von Werner Biermann

 

Parallelen zum Ukraine - Russland Konflikt

Zitate aus dem Film:

Später wird man sich immer an diesen Sommer erinnern, den wunder­ba­ren Sommer vor dem Krieg. Und was für eine schöne Zeit das war, die Belle Epoque. Dieses Lebens­gefühl, prall voll von Vergnü­gun­gen, Redou­ten, Bällen. 1914 tanzte man die Aero­nette, den Flug­zeug­tanz. [...]

Sonntag, 28. Juni 1914, Sonder­meldung: In Sarajevo ist ein Attentat ver­übt worden. Franz- Ferdinand, der Thron­folger von Öster­reich- Ungarn und seine Frau [über 80 Demon­stranten auf dem Maidan, über 40 Demon­stranten in Odessa, später 300 Passa­giere der Fluges MH17] sind tot. [...]

Europa ist geschockt. Aber niemand kann in diesen Tagen ahnen, dass in genau 5 Wochen der große Krieg begin­nen wird, der Krieg, der Europa in den Unter­gang führen wird. [...]

Kaiser Wilhelm [Bundes­kanzlerin Merkel] hat die be­din­gungs­lose Unter­stüt­zung versprochen. Wenn Russ­land inter­veniert, steht Deutsch­land fest auf Seiten Öster­reich- Ungarns [der Ukraine]. [...] An diesem Tag hat Deutsch­land den Habs­burgern [USA und Mario­netten] einen Blanko­scheck aus­ge­stellt. Erst dieses Signal löst den kom­men­den Sturm der Er­eig­nis­se aus. [...]

Nur einer, ein ein­ziger, sieht zu diesem Zeit­punkt die mög­lichen Folgen ganz klar. In Buda­pest, der zwei­ten Haupt­stadt der Doppel­monarchie, warnt der Minister­präsi­dent seinen Kaiser ein­dring­lich. Graf Tisza schreibt: Ein Krieg gegen Serbien [die Separa­tisten] werde die sichere Inter­vention Russ­lands und damit einen großen Krieg herauf­be­schwö­ren. Einen Welt­krieg.

Graf Tisza benutzt als Erster dieses Wort.

[...]

 

Weltkriege 1 oder 2 als Blaupause

Im Zuge des der­zei­ti­gen (2014) Ukraine vs. Russ­land Kon­flik­tes, der sich längst zu einem EUSA / NATO vs. Russland Kon­flikt aus­ge­wei­tet hat bzw. der von Beginn an ein USA - Russland - Kon­flikt unter Geisel­nahme der euro­päischen Staaten - mit will­fähriger Unter­stützung der politi­schen Klas­sen die­ser Staaten - war, wird bisweilen über die Frage ge­strit­ten, ob denn nun der Beginn des 1. Welt­krieges oder der Beginn des 2. Welt­krieges die Blau­pause für den dro­hen­den Beginn des 3. und dann wohl vor­erst letzten Welt­krieges dar­stellt. Die 'Putin - Ver­steher' ver­weisen auf Paral­lelen zur Situa­tion in Europa vor dem 1. Welt­krieg, welche den der­zeiti­gen Kon­flikt kenn­zeich­neten, während die 'NATO - Versteher' die Aus­gangs­lage und das Vor­gehen Russ­lands mit der- bzw. dem­jeni­gen Deutsch­lands ein­gangs des 2. Welt­krieges ver­glei­chen. Für beide Sicht­weisen gibt es durch­aus nach­voll­zieh­bare In­di­zien.

Etliche Histori­ker sind heut­zu­tage aller­dings eher der Auf­fas­sung, dass der II. Welt­krieg als eine mehr oder minder logische Folge der Resul­tate und Ver­arbei­tung des I. Welt­krieges anzu­sehen sei. Dieser Meinung schließe ich mich an. Und vermut­lich ist die der­zei­tige Situation also die mittel­bare Aus­wirkung aller Welt­kriege des ver­gange­nen Jahr­hun­derts, zu denen man unbe­dingt auch den im angel­sächsi­schen Raum gerne als 3. Welt­krieg be­zeich­ne­ten Kalten Krieg und den Zu­sammen­bruch des sowjeti­schen Impe­riums sowie die sich daraus ergeben­den Konse­quenzen und Weite­run­gen hinzu­zählen sollte. Wobei man natürlich niemals den eigentlichen Motor all dieser Geschehnisse aus den Augen verlieren sollte, nämlich die aus dem zutiefst Menschlichen entspringenden, im Gesellschaftlichen zutage tretenden oekonomischen Interessen und Gegensätze sowie die sich aus den daraus gewachsenen Strukturen ergebenden politischen und geostrategischen Konzepte.

So sind es si­cher­lich so­wohl Ele­men­te aus der Gemenge­lage vor dem 1. Welt­krieg als auch aus der­jenigen vor dem 2. Welt­krieg, die man vor­der­grün­dig für eine ver­glei­chen­de Be­trach­tung heran­ziehen kann - ebenso aber auch gra­vie­ren­de Unter­schiede, die man keines­falls außer Acht las­sen soll­te. Um ein rea­li­sti­sches und an­satz­wei­se voll­stän­di­ges Bild von den Zu­sam­men­hän­gen zu ge­win­nen, wird man aber nicht um­hin können, in der Tat den 1. gro­ßen Welt­krieg als Aus­gangs­basis für die Inter­pre­ta­tion al­ler darauf fol­gen­den politi­schen Ge­scheh­nis­se zu ver­wenden.

Gerne möchte ich meine Ge­dan­ken hierzu bei Gelegen­heit einmal ver­tieft dar­legen.

 

Der Friedens­vertrag von Versailles

 

P.S.: Albert Einstein meinte einmal (sinn­gemäß): Ich weiß nicht, mit welchen Waffen der 3. Welt­krieg aus­ge­tra­gen wird, aber im 4. Welt­krieg werden wie wieder mit Stöcken und Steinen kämpfen.
 

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